Der Ziegenhof in Gefahr!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

der Ziegenhof wurde vor 30 Jahren Bauspekulanten abgerungen und von AnwohnerInnen zu einer öffentlichen Parkanlage umgestaltet. Das Bezirksamt betreut in dieser Grünanlage die Spielgeräte, und leert die Müllcontainer. Ansonsten wird der Hof von den AnwohnerInnen – insbesondere dem Verein Blockinitiative 128 – Ziegenhof – e.V. bis heute ehrenamtlich und gemein­schaftlich gepflegt und gestaltet.
Für uns hier Aktive ist dies ein Modell der Eigenverantwortung der BürgerInnen, das schon lange tut, was Politiker vom Stadtbezirk bis zum Bundespräsidenten heute in Worten nur propagieren. Die Förderung durch das Bezirksamt war mit nur 1000 Euro im Jahr immer nur „symbolisch“ – wegen der Haushaltssituation des Bezirks ist sie seit 2 Jahren sogar ganz ausgesetzt worden.

Aber damit nicht genug:

  • Das Bezirksamt will jetzt von uns – dem Verein Blockinitiative 128 – Ziegenhof – e.V. Gebühren für das Wasser erheben, das wir zur Bewässerung der öffentlichen Fläche benötigen.
  • Gleichzeitig soll durch einen Nutzungsvertrag die Fläche des ehrenamtlich gestalteten Ziegenhofs auf 1/10 der Gesamtfläche beschränkt werden.
  • Mit einer Klausel zur Wiederherstellung des Ausgangszustandes – d.h. einer kaum begrünten Bauwüste – bei Änderung des Eigentümers wird die dauer­hafte Sicherung des Geländes für die Öffentlichkeit ausgehebelt.
  • Das Bezirksamt will die Bewirtschaftung der Fläche neben dem Eingang durch das Eiscafé gegen ein Nutzungsentgeld genehmigen. Auf den ersten Blick sieht dies harmlos aus.
    (UPDATE: siehe Einigung mit Eiscafé Fedora)

ABER:

  • Dies führt zur stärkeren Belastung der Grünfläche mit Einwegmüll. Die Reini­gung ist schon jetzt für uns Aktive ein großes Problem.
  • Dazu ist eine Erlaubnis der Bewirtschaftung bis 22.00 Uhr avisiert, was zu einer erheblichen Lärmbelästigung der AnwohnerInnen führt.
  • Der weiteren Vermarktung der öffentlichen Anlage über private Nutzungs­verträge wird Tür und Tor geöffnet.
  • Zudem ist die Belastungsgrenze des Rasens durch die vielen Besucher jetzt schon erreicht.

Für ein „Nutzungsentgelt“ gefährdet das Bezirksamt damit den Fortbestand der gesamten Anlage.
Der Ziegenhof verursacht dem Bezirk kaum Kosten. Im Gegenteil – die ehren­amtliche Pflege entlastet den Bezirk finanziell ganz erheblich. Nicht zuletzt schmückt sich der Bezirk auch über seine Grenzen hinaus mit diesem einmaligen Ort.
Wir ehrenamtlich Tätigen wollen den Ziegenhof frei von kommerzieller Ausnutzung als Kleinod in unserem Kiez bewahren!
Bitte unterstützt uns bei der Erhaltung des Ziegenhofs als bürger­schaftliches und nachbarschaftliches Projekt!

Helft mit, diesen Ort vor der Ausbeutung zu schützen. Es ist dringend!